Erasmus + – Aktuelles

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Veränderung einer Blumenesche (Fraximus Ornus) in Detmold in Bildern

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iPads ermöglichen neue Lernwege:

Hier ein erstes Beispiel der Klasse 7e, die am Erasmus – Projekt teilnimmt. Das Thema -Wälder in Deutschland und Finnland – wurde von den Schülerinnen und Schülern im Internet recherchiert, bearbeitet und dann in unterschiedlichen Themenbüchern präsentiert. Im fächerübergreifenden Lernen sind in Kunst und Englisch noch weitere schöne Ergebnisse für die Lernbücher entstanden. Die Texte wurden mit der Hilfe von Frau Hüllmann-Passeick in die Englische Sprache übersetzt.
Nun können auch die finnischen SuS die Bücher direkt online in ihrem Unterricht ansehen.
Der Klasse 7e hat die fachliche Auseinandersetzung mit dem Thema, die Recherche und die Aufbereitung der Ergebnisse mit Hilfe von iPads viel Spaß gemacht.

Text von Frau N. Mues

 

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Der Wald ist unsere Lebensquelle

Förster erklärt der 7e, womit der Wald zu kämpfen hat

Die Klasse 7e beschäftigt sich schon eine ganze Weile mit dem Ökosystem Wald im Biologieunterricht. Das haben sie aber nicht nur in der Klasse und mit ihren Büchern gemacht, sondern sie sind im Rahmen des Erasmus+-Projektes mit ihrer Klassenlehrerin Nicola Isenberg schon auf einigen Exkursionen im Wald unterwegs gewesen. So auch dieses Mal. Und dieses Mal ging es um das Thema „Schäden im Wald“. Förster Frank Sundermann vom Landesverband Lippe empfing sie am Leistruper Wald und hat ihnen an unterschiedlichen Stellen gezeigt und erzählt, mit welchen Arten von Schäden der Wald zu kämpfen hat.

Ganz aktuell kann man überall in den lippischen Wäldern sogenannten Windwurf sehen. Das sind die entwurzelten und umgefallenen Bäume, die die Stürme „Friederike“ (2018) und „Eberhard“ (2019) verursacht haben.

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Überall im Wald liegen umgestürzte und entwurzelte Bäume – ein inzwischen schon normal gewordener Anblick in unseren Wäldern

Die Bäume waren in diesem Jahr extrem geschwächt von der lang anhaltenden Trockenheit des letzten Sommers, die dazu geführt hat, dass der Boden bis auf 2,5 Meter Tiefe ausgetrocknet ist. Was das für die Bäume bedeutet, kann man sich lebhaft vorstellen. Das Schlimme daran ist, dass die gefühlt fürchterlich langen Regentage der letzten Wochen nicht viel gebracht haben. Sie haben den Boden nur zu ca. 30 bis 50 cm durchnässt, darunter ist immer noch alles trocken. Und das kann für unseren Wald bedrohlich werden, so bedrohlich, dass wir vielleicht bald nicht mehr die Wälder haben werden, wie wir sie kennen, sagte Frank Sundermann. Ein weiteres Problem sind die Borkenkäfer, die sich in dem trockenen Sommer rasant vermehrt haben und sehr viele Bäume geschädigt haben. Viele von ihnen sind gefällt worden, weil man hofft, dass man sie zumindest etwas unter Kontrolle bekommt, um eine Verbreitung und weiteren Schaden zu vermeiden.

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Da durch die Stürme mehr Bäume gefällt werden mussten, als man es normalerweise gemacht hätte, gibt es zurzeit ein Überangebot an Holz auf dem Markt und die Preise sind in den Keller gerutscht. Das wiederum hat negative Auswirkungen auf alle diejenigen, die von der Waldwirtschaft leben. Auch der Landesverband ist davon betroffen. So wurde lippisches Holz bis nach China verkauft, was zu einer negativen Ökobilanz führt, weil es mit Schiffen dorthin transportiert werden muss. Da es aber insgesamt zu wenig Holz für die Bedürfnisse aller Menschen auf der Welt gibt, herrscht ein knallharter Wettbewerb auf dem Markt. Einen kleinen Ökobilanz-Ausgleich schaffen dazu die Holztransporte nach Bayern oder Österreich. Auf Rungenwagen werden die Holzstämme mit der Bahn direkt bis zu den Werken gefahren.
Immer wieder stellt Frank Sundermann in seinen Ausführungen den Zusammenhang her zur Bedeutung der Wälder als Sauerstofflieferanten, als Lebensraum für unendlich viele Tierarten und Pflanzen, den Erholungswert für uns Menschen und der Biospähre der ganzen Erde. „Wenn die Wälder kaputt sind, dann ist alles kaputt.“ Eindringlich appellierte er an die Schülerinnen und Schüler, Berufe zu ergreifen, in denen man sanft und verantwortlich mit der Welt umgeht. Sie seien die zukünftige Generation, die Verantwortung für den Schutz und den Erhalt unseres Lebensraumes übernehmen müssen.
Auf dem weiteren Weg erfuhren die Schülerinnen und Schüler noch viele andere Dinge über den Wald, z.B. dass der Landesverband keine reinen Fichtenwälder mehr aufforstet, sondern durch Mischwälder eine ökologische Vielfalt erreichen möchte.
Die menschengemachte Klimaerwärmung ist dabei eine besondere Herausforderung. Sollte es nämlich so weitergehen wie bisher, könnte es bei immer geringer werdenden Waldflächen zu arktischen Temperaturen von -30° Celsius in unseren Breitengraden kommen. Mit dem Anpflanzen von nicht heimischen Bäumen wie der Douglasie u.a. versucht man, widerstandsfähigere Bäume hier anzusiedeln. Der Landesverband arbeitet hier mit Studierenden der Hochschulen zusammen, die auf Versuchsanbauten beobachten, wie sich die türkische Baumhasel, Platanen und Esskastanien entwickeln. Vielleicht erweisen sie sich als Bäume für die Zukunft.

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Eine der drei Versuchsanbauflächen. Sie sind eingezäunt als Schutz gegen Wildverbiss.

Am Beispiel einer alten Buche erklärte Sundermann, welche Bedeutung dieses Holz in der Vergangenheit und heute hat. Früher wurde Buche nur als Brennholz genutzt, heute dagegen wird es als hochwertiges Holz zu Möbeln, Fußböden, Musikinstrumenten, Buchenfurnier und vielem mehr verarbeitet.

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Wie viele Kinder braucht es, um diesen Buchenstamm zu umarmen?

Bäume haben neben Wetter- oder Klimaextremen auch mit weiteren Problemen zu kämpfen. Die Esche wurde von einem ostasiatischen Pilz befallen, der zum Eschentriebsterben führt (Stengelbrecherpilz). Wegen des globalen Handelns ist dieser Pilz nach Europa gekommen. Die Eschen können sich nicht dagegen wehren, was dazu geführt hat, dass von 100 Eschen im Schnitt eine übrigbleibt und diesen Angriff überlebt. Häufig stehen diese Bäume an Straßenrändern und um die Verkehrssicherheit zu garantieren, müssen sie gefällt werden.
Dieser Bericht kann nur einen Bruchteil dessen wiedergeben, was die 7e auf dieser Exkursion alles erfahren und gelernt hat. Sie dankte Frank Sundermann ganz herzlich für die spannende Führung durch verschiedene Bereiche des Leistruper Waldes und die vielen interessanten Geschichten und Informationen.

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Das große Waldbuch …

… kann hier heruntergeladen werden:

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EU flag-Erasmus+_vect_POS.pngEine erkenntnisreiche Klimawanderung durch den Wald

Erasmus+- Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule gehen mit Lupe und Kompass los

Manchmal liegen die Antworten auf der Hand: Weniger Fleisch essen, weniger Auto fahren, stattdessen häufiger das Rad benutzen. Und: weniger fliegen. Das jedenfalls hat die Erasmus+-Kerngruppe der Geschwister-Scholl-Gesamtschule erkannt, nachdem sie sich im und um den Rolfschen Hof in Detmold auf eine „Klimawanderung“ begeben hatte. 11 Schülerinnen und Schüler – alle Klasse 8 – konnten bei dieser speziellen Wanderung erfahren, wie Klima, Wetter und Wald zusammenhängen.
Susanne Haferbeck, NABU-Mitarbeiterin des Rolfschen Hofs in Berlebeck, konnte den Zusammenhang gut erklären: Klima, so verdeutlichte sie den Schülern, ist alles, was regelmäßig im Laufe eines Jahres auftritt – die Jahreszeiten und die damit zusammenhängenden Temperaturen etwa. Regenschauer, Stürme oder Sonnenschein gehören dagegen zum Wetter. Wenn sich allerdings die Erde erwärmt, verändert sich das Klima und damit auch die Niederschlagsmengen oder die Sonneneinstrahlungen – wie wir es in diesem Sommer erlebt haben.
Und was hat der Wald damit zu tun? Er bindet C02 und wandelt ihn in den lebenswichtigen Sauerstoff um. Das Problem: Autoabgase, der Energieverbrauch in der Industrie und die Heizung von Wohngebäuden verursachen einen hohen Ausstoß von Kohlendioxid. Die zunehmende CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre verstärkt den natürlichen Treibhauseffekt. Der Kohlenstoffdioxid und andere Treibhausgase nehmen die langwelligen Infrarotstrahlen (Wärmestrahlen), welche von der Erde abgesondert werden, auf und schicken diese an die Erdoberfläche zurück. Dadurch erwärmt sich die Erde und die unterste Atmosphärenschicht. Ein Kreislauf entsteht. Doch durch die zunehmende Konzentration von CO2 in der Atmosphäre erwärmt sich die Erde weit schneller. Folgen sind unter anderem die schmelzenden Pole und der damit verbundene Anstieg des Meeresspiegels.
Die Schülerinnen und Schüler konnten bei ihrer Klimawanderung selbst entdecken, wie Klima auf die Bäume einwirkt. Mit der Lupe erkannten sie an den Jahresringen abgestorbener Bäume schnell, wie sich das Klima für den einzelnen Baum in der Vergangenheit ausgewirkt hat: Dicke Jahresringe bedeuten, dass in dem Jahr gute Wachstumsbedingungen herrschten, dünne Ringe hingegen verweisen darauf, dass es vielleicht zu nass und kalt war.

Mit Hilfe einer Lupe untersuchen die Schülerinnen und Schüler mit Susanne Haferbeck, wie sich die Jahresringe für diesen Baum entwickelt haben und welche Schlussfolgerungen sie daraus für das Leben des (gefällten)Baumes ziehen können.

Und auch das Moos am Baum sagt etwas über das Klima aus. Die Erasmus+-Kerngruppe fand mit Hilfe eines Kompasses heraus, dass das Moos meist an der westlichen und nördlichen Seite der Bäume wächst. „Kein Zufall“, meinte NABU-Mitarbeiterin Susanne Haferbeck, „bei uns kommt der Wind und der Regen meist aus westlichen Richtungen.
Und auch das wurde deutlich: Wälder leisten einen wichtigen Beitrag dafür, dass sich das Klima nicht so stark verändert. Die Bäume halten nicht nur die Luft im Wald sauberer, sie erhalten auch die Feuchtigkeit im Boden und sorgen für kühlere Temperaturen durch das Laub. Außerdem speichern Wälder große Mengen an CO2 in ihren Holzvorräten. Der Wald leistet also einen wichtigen Beitrag dafür, dass sich das Klima nicht so stark verändert. Das Problem: Werden große Waldflächen abgeholzt, gehen diese Speichermöglichkeiten verloren. Dadurch wird dann der natürliche Treibhauseffekt wieder verstärkt. Dagegen sind auch die Wälder alleine machtlos. Das können nur die Menschen ändern. Sie haben schließlich auch die Emissionen verursacht – was die Gruppe ziemlich schnell verstanden hatte.

Ein Experiment bestand darin, herauszufinden wie der Treibhauseffekt funktioniert. Dafür haben alle einen Kubus aus Stöcken mit den Maßen 30x30x40 gebaut. Der wurde mit Folie (gelber Sack, Müllsack, Lebensrettungsdecke) bedeckt und mit einem Thermometer die Temperatur gemessen. Da an diesem Tag leider nicht die Sonne schien, wurde für zwei Minuten eine Taschenlampe auf die Folie gehalten und festgehalten, um wie viel Grad die Temperatur in dieser Zeit anstieg.

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Ein Ausflug nach Oerlinghausen in den Wald

Meine Klasse 7e und ich nehmen an dem Erasmusprojekt teil, in dem es um den Lebensraum Wald und den Tieren im Wald geht. Interessant ist hier der Vergleich zwischen den Wäldern und Tieren in Finnland und den Wäldern und Tieren in Deutschland. Deshalb wollten wir an einer Waldführug in Oerlinghausen teilnehmen. Unsere Klasse traf sich vor der Schule und wir fuhren mit dem Bus nach Oerlinghausen. Als wir ankamen, schaute ich mich zuerst um und sah zwei ältere Herren, die vor dem Wald auf uns warteten. Sie erklärten uns, dass sie in den folgenden Stunden unseren Biologieunterricht führen würden. Als erstes sahen wir einen Baum und wir wurden gefragt, ob wir diesen Baum schon kennen würden. Obwohl wir versuchten den Namen zu erraten, gelang uns das nicht. Über die Ansicht der Blätter wurde uns erklärt, dass es sich um eine Eiche handle. Vom Stehen war uns etwas kühl geworden und daher waren wir froh, als uns beim Gehen wieder wärmer wurde. Unsere Waldführer erklärten uns sehr viel und es war spannend ihnen zuzuhören. Alle waren beeindruckt, besonders meine Lehrerinnen. Viele wussten nicht, wie interessant der Wald ist. So lernten wir besser die Blattformen zu unterscheiden oder mit Hilfe der Baumrinden die Baumart zu erkennen. An umgestürzten Baumstämmen konnten wir über die Jahresringe das Lebensalter dieser Bäume bestimmen. Auch den Erdboden untersuchten wir auf Besonderheiten. Wir sammelten in Tüten die Blätter, Nüsse, Bucheckern und Zapfen. Zusätzlich nahmen wir auch Erde für eine spätere Erduntersuchung mit, die weiteren Aufschluss über den Waldbestand und seine Bewohner geben kann.
Auch Tiere konnten wir bei genauer Beobachtung entdecken. Auf einer Wiese graste eine Herde von Wildpferden. Auf einem anderen Bereich gab es sehr viele Ziegen, von denen wir alle sehr begeistert waren. Wir fütterten sie mit Gras und ich stellte fest, dass sie echt süß waren aber auch ein wenig zickig, als sie sich um das Futter stritten. Eine Ziege rannte deshalb mit ihren Hörnern gegen eine andere Ziege. Auf unserem weiteren Weg begegneten uns Büffel, die an dem Wegrand standen, den wir überqueren wollten. Einige von uns hatten etwas Angst vor ihnen und mussten ihren Mut zusammennehmen, um den Weg zu überqueren.
Von den Bäumen und den Tieren haben wir auch viele Fotos gemacht, damit wir uns auch an der Ausflug mit den vielen Bäumen und Tieren erinnern können. Bei guter Stimmung haben wir vieles über den Deutschen Wald und verschieden Tiere gelernt.
Am Ende der Führung bedankten wir uns bei unseren netten Führen und wurden anschließend mit dem Bus wieder bis zur Schule gebracht. Das war für uns alle ein gelungener Ausflug. Mir hat der Ausflug besonders gut gefallen und ich kann mir vorstellen nochmal etwas ähnliches zu unternehmen.

 

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NABU- Reporter am Rolfschen Hof

An einem sonnigen Septembermorgen haben wir uns in der Schule mit den Schülern aus dem Hauswirtschaftskurs von Frau Wirth getroffen und sind zum Rolfschen Hof gefahren. Es sollte darum gehen, Waldfrüchte zu finden und zuzubereiten.

Hier weiterlesen: NABU_Reporter_am_Rolfschen_Hof

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Zurück aus Savonlinna mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen

Elf Achtklässler waren zum Austausch für eine Woche in unserer Partnerstadt Savonlinna, Finnland. Im Rahmen des Erasmus+-Projektes zum Thema Wald gab es jeden Tag gemeinsame Aktivitäten mit den Schülern und Schülerinnen unserer Partnerschule Mertala, die uns den finnischen Wald näher brachten.

Hier weiterlesen: Zurück aus Savonlinna mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen

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Waldjugendspiele im Leistruper Wald – Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule helfen bei der Durchführung

Wie schon im letzten Jahr unterstützte eine Gruppe Acht- und Zehntklässler unserer Schule das Regionalforstamt Ostwestfalen-Lippe, den Landesbetrieb Wald und Holz NRW und den Landesverband Lippe bei der Veranstaltung der Waldjugendspiele. Diese jährlich stattfindende Aktion soll Grundschulkinder mit dem Wald vertraut machen, ihr Interesse an der Natur wecken und Verständnis für das Ökosystem Wald entwickeln. Nebenbei geht es auch um Wissen über heimische Tier- und Pflanzenarten.

Mehr erfahrt ihr hier: Waldjugendspiele im Leistruper Wald!

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Pressemitteilung http://www.landesverband-lippe.de

Man nehme eine Wiedehopfhacke oder einen Hohlspaten, hebe damit fachgerecht ein Pflanzloch aus, setze das junge Bäumchen ein, häufe ordentlich Erde zurück ins Pflanzloch und trete die Erde mit den Schuhen fest: Glaubt man dieser Kurzanleitung, scheint es kinderleicht zu sein, einen Baum zu pflanzen. Dass dem nicht so ist, stellten 17 Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Detmold … hier weiterlesen: PM_BaumpflanzenSchule_180503

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Vom Teutoburger Wald in die Wistinghauser Senne

Exkursion der Erasmus+-Gruppe nach Oerlinghausen

Welche Rolle spielten Bäume von der Steinzeit bis zum Mittelalter? Wofür wurde Holz
genutzt? Mit welchen Techniken oder Werkzeugen wurde Holz bearbeitet? Diese und viele
weitere Themen wurden der neuen Erasmus+-Gruppe erklärt, als sie eine Führung von dem
Umweltpädagogen Andreas Roefs vom Landesbetrieb Wald und Holz im Archäologischen
Freilichtmuseum in Oerlinghausen erhielten. An praktischen Beispielen im Museum zeigte
er, wie die Menschen schon damals den Wald nutzten, wie sie lebten, … (hier weiterlesen: Vom Teutoburger Wald in die Wistinghauser Senne).

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Masken, Figuren und Gesichter – alles aus Holz

Erasmus macht’s möglich! In diesem Jahr dreht sich alles um das Thema Holz und für zwei Kunstkurse des Jahrgangs 10  unter der Leitung von Frau Bürgermeister und Herrn Jensen eine ideale Gelegenheit plastisch arbeiten zu können. So konnte der Künstler Eray Eryazici aus Detmold für ein Projekt ganz besonderer Art gewonnen werden. Stück für Stück haben die Schülerinnen und Schüler mit Herrn Eryazici aus einem Stück Baumstamm Gesichter, Figuren oder Masken herausgearbeitet.

Die vollständige Bildergalerie zum Projekt steht hier (bitte Link klicken).

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Erasmus+-Exkursion zum Rolfschen Hof in Detmold

Heimische Kräuter kennenlernen und Rezepte kochen

 

Nicht nur die Natur, sondern auch der Ausblick waren es Wert den steilen Berg zum Rolfschen Hof hinaufzugehen.

Diese acht Kräuter mussten von den Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen gefunden und gessammelt werden.

Detmold liegt am Teutoburger Wald und es gibt viel in ihm zu entdecken. Am 28.05. waren wir mit einer kleinen Gruppe Schülerinnen und Schüler am Rolschen Hof und haben uns in dem dazugehörigen Gebiet die Natur etwas genauer angesehen. Unter der Leitung einer NABU-Mitarbeiterin wurden uns die verschiedenen Kräuter vorgestellt und ein Quiz zu diesen Kräutern durchgeführt bei dem die Schülerinnen und Schüler ihre erworbenen Kenntnisse spielerisch anwenden konnten.

Um den Wald besser kennenzulernen haben die Schülerinnen und Schüler Naturbilder erstellt, welche in der Gallerie zu sehen sind.

Abschließend wurden die gefunden Kräuter mit weiteren Zutaten zusammen gefügt und verschiedene Leckerein in Teamarbeit erstellt. Die Ergebnisse können sich sehen lassen und haben sehr gut geschmeckt:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Insgesamt war dieser Tag sehr lehrreich und wurde von den Schülerinnen und Schülern als sehr schön bezeichnet.

Text und Bilder: Oliver Brahm

 

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Erasmus+-Exkursion zu Kronospan in Sandebeck

Einen Vormittag lang hatte die Klasse 9d von Frau Böger und Frau Bieberle die Gelegenheit, einen weltweit operierenden Spanplattenhersteller in unserer Region zu erkunden: Kronospan in Sandebeck. Kronospan ist ein österreichisches Unternehmen mit 40 Standorten, das weltweit Holzwerkstoffe und Laminatböden herstellt. In Sandebeck werden ausschließlich Spanplatten hergestellt, die von Rohplatten bis hin zu beschichteten mittel- oder hochverdichteten und beschichteten Teilen angefertigt werden. Je nach Wunsch der Kunden, z.B. Küchenherstellern, werden die Platten in gewünschte Größen zugeschnitten.

 

Diese und weitere Informationen erhielt die Klasse bei einer kurzen Einführung von Marcel Büttemeyer im Konferenzraum des Betriebes.

Für die dann folgende Besichtigung erhielten zunächst alle aus Sicherheitsgründen eine Warnweste, denn auf dem Gelände fahren ständig LKW und andere Maschinen herum. Von denen sollte man besser gesehen und wahrgenommen werden!

Die Klasse wurde in drei Gruppen aufgeteilt. Frau Bieberle (rechts) steht hier mit einer Gruppe und alle warten gespannt auf die Führung.
Durchgeführt wurde die Besichtigung (von links) von Rainer Pantel, Elektromeister und zuständig für Arbeitssicherheit und Brandschutz, Karl Diekmann, Feuerwehrmann und zuständig für Brandschutz. Marcel Büttemeyer arbeitet in der Personalabteilung und hat für uns die Besichtigung organisiert. Jörg Liebeck ist Verfahrenstechniker und zuständig für Umweltschutz und Managementsysteme.

Während der eineinhalbstündigen Führung erfuhr die Klasse wie aus Holzstämmen in riesigen Schneidemaschinen Späne gemacht werden, die als große Halden auf dem Gelände zu sehen waren. Aber nicht nur Baumstämme werden zu Spänen verarbeitet, sondern auch Holz aus abgerissenen Gebäuden, z.B. Fensterrahmen, Türen, Holzdecken usw. Das Problem dieses Holzes ist allerdings, dass sich darin Nägel, Plastik, alle Arten von Metall und mehr befinden, die in einem bestimmten Verfahren herausgetrennt und gesondert behandelt werden. Holzabfälle werden übrigens immer wiederverwertet zur Energiegewinnung für den Betrieb.

Holzspäne enthalten bis zu 80% Feuchtigkeit und um sie sinnvoll verarbeiten zu können, müssen sie erst getrocknet werden. Das geschieht in überdimensional großen Trommeln und Behältern. Darüber ragt ein großer Schornstein, aus dem der Wasserdampf in Form einer großen weißen Fahne aufsteigt.

Überraschend für alle war die Tatsache, dass viele Produktionsabläufe – das Pressen der Späne zu Platten, das Zuschneiden, das Beschichten usw. – alles automatisiert passiert und an den entsprechenden Stellen von Mitarbeitern an vielen Computermonitoren überwacht und geregelt werden.

In diesem Zusammenhang wies Rainer Pantel die Schüler immer wieder darauf hin, dass er, der seit 29 Jahren bei Kronospan arbeitet, diesen Prozess der Automatisierung selbst erlebt hat. Wenn an einer Maschine früher fünf Männer gearbeitet haben, dann sind es heute noch drei. Darum gab er allen den Rat mit auf dem Weg, sich in der Schule anzustrengen, sich im Endspurt noch einmal viel Mühe zu geben, um gute Noten zu bekommen, denn es würden nur noch qualifizierte Fachkräfte gesucht. Die einfachen Handlangertätigkeiten, die früher von Hilfsarbeitern durchgeführt wurden, gibt es nicht mehr.

Um genauer zu erfahren, in welchen Bereichen Kronospan ausbildet, hatte Marcel Büttemeyer drei Auszubildende bzw. einen schon ausgebildeten Mitarbeiter gebeten, für die Fragen der Klasse zur Verfügung zu stehen. Marcel Eickhoff stand Rede und Antwort zum Beruf des Industriemechanikers, Joline Henneke befindet sich im zweiten Ausbildungsjahr als Industriekauffrau und Marek Thiele klärte auf über den Beruf des Elektronikers für Betriebstechnik. Diese einmalige Gelegenheit nutzte die Klasse 9d, um aus erster Hand zu erfahren, wie eine Ausbildung abläuft und was man dabei alles lernt.

Für diesen sehr eindrucksvollen Vormittag bedankte sich eine Schülerin herzlich bei Herrn Büttemeyer. Wie in den Gesprächen deutlich wurde, waren alle beeindruckt von der Größe des Geländes, der Größe der Maschinen, der Pressen, Sägen und der vielen Computer. Kommentar eines Schülers: „Ich muss meine Computerkenntnisse verbessern. Nur Schreibprogramm und Spiele spielen können, reicht nicht.“ In der Tat eine wichtige Erkenntnis!

Text und Bilder:

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Exkursion zum Forstmanagement Büro des Landesverbandes Lippe

Was macht ein Förster eigentlich im Büro? Müsste er nicht den ganzen Tag draußen im Wald sein? Das war zumindest die Vorstellung, die wir von dem Beruf eines Försters hatten. Wir sind nach Bad Meinberg zum Forstmanagement Büro des Landesverbandes Lippe gefahren, die uns freundlicherweise eingeladen hatten, um mehr zu erfahren.
Vom Teamleiter des Forstmanagements, Norbert Arnold, wurden wir empfangen und er erklärte uns die Organisationsform des Landesverbandes – zu vielschichtig, um es hier zu wiederholen – und dass die Forstabteilung ein eigenständiger Bereich neben vielen anderen ist. Es geht um 15.600 Hektar Wald, die verwaltet werden müssen. Aufgeteilt ist das Gebiet in 10 Reviere mit Förstern und Forstwirten.

Die Aufgaben des Forstmanagments umfassen viele Bereiche: Bäume pflanzen, pflegen, fällen und das Holz verkaufen, Wege instand halten, Gatter anlegen, sich um Jagdverträge und Fischerei kümmern, Kunden treffen und beraten und vieles mehr. Ganz wichtig ist es dabei, so erklärte Herr Arnold uns, den Wald für die nächsten Generationen in einem guten Zustand zu erhalten, weshalb sie ihn nachhaltig bewirtschaften. Das heißt u.a., es werden nur so viele Bäume gefällt wie auch wieder angepflanzt werden. Auch für Pflanzen und Tieren soll ein geschützter Lebensraum erhalten bleiben.
Nach der Einführung konnten wir mit unseren Fragen in alle Büros gehen und die Mitarbeiter zu ihren Aufgaben befragen. Und das war sehr interessant, denn allein in diesem Büro sind Forstwissenschaftler und Forstingenieure, Verwaltungsangestellte, kaufmännische Angestellte und eine Bürokauffrau beschäftigt.

Dass die Aufgaben eines Forstmanagements so umfassend sind, hätten wir nicht gedacht! Weil wir an der Schule das Erasmus+- Waldprojekt durchführen, konnten wir uns darüber informieren. Wir haben viel gelernt über die Aufgaben und Tätigkeiten eines Forstbetriebes und wissen jetzt, dass Förster auch in der Verwaltung tätig sind und nicht den ganzen Tag nur im Wald verbringen.

Text und Bilder: Florian Krollzik und Maria Hüllmann-Passeick

 

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Holzwerkstätten im Freilichtmuseum

An diesem kalten, aber sonnig-trockenen Montagvormittag im Januar hatte die Klasse 9c die Gelegenheit, die Zimmerei und Tischlerei im Freilichtmuseum kennenzulernen. Das Besondere an diesen modern ausgestatteten Werkstätten ist, dass sie ausschließlich für den Eigenbedarf des Museums arbeiten, d.h. hauptsächlich mit „altem Holz“. Die Restaurierung und der Wiederaufbau von im Museum eingelagerten alten Häusern und der Erhalt der bestehenden Bauten sind der Schwerpunkt der Arbeit. Es werden aber auch moderne Möbel und Werkstücke gefertigt, da die Auszubildenden diese Techniken ebenfalls beherrschen müssen.

Zahlreiche Fragen der Schüler wurden von den beiden Werkstattleitern Bernd Brückmann (Tischler) und Timm Miersch (Zimmerer) und den Auszubildenden gerne beantwortet.

Es konnte z.B. die komplette Wand eines neu zu errichtenden Hauses, die in der Zimmerei probeweise zusammengefügt wurde, besichtigt werden.

Eine besondere Aufgabe stellte sich dann, als die Klasse ein Fachwerkständerhaus im Maßstab 1:2 selber aufbauen sollte. Hier wurden alle Hände gebraucht und Arbeit als Team war Voraussetzung! Die richtige Anordnung der Bauteile wurde durch ein  Zeichensystem mit römischen Zahlen festgelegt.

Sehr anschaulich konnten hier die „alten“ Techniken der gezapften Verbindungen von Balken und die Stabilisierung durch Dreiecks- oder Diagonalstreben erlebt werden.

Mit einigem Stolz haben wir den Rohbau fertiggestellt und nachdem die Mädchen die Dachgiebeldreiecke aufgebaut hatten, konnte „Richtfest“ gefeiert werden!

Wir haben Vieles über die Berufe Tischler und Zimmerer gelernt und bedanken uns ganz herzlich bei den Mitarbeitern des Westfälischen Freilichtmuseums.
Der Besuch war ein Bestandteil des Erasmus+-Projektes, das an unserer Schule zum Thema Wald durchgeführt wird. Da es in diesem Jahr schwerpunktmäßig um die Berufsfelder um Wald und Holz Ver- und Bearbeitung geht, konnten wir uns aus erster Hand über den Beruf des Tischlers und des Zimmerers erkundigen und haben darüber hinaus konkret Erfahrungen gesammelt, wie man früher Fachwerkhäuser gebaut hat.

Text und Bilder: Dorle Timmerhues-Gottschalk und Norbert Koch, Klassenleitung der 9c

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Wenn Bäume zu Bedrängern werden

Exkursion in den Stadtwald Lage klärt auf über Aufgaben eines Försters

Welche Aufgaben gehören eigentlich zum Beruf eines Försters? Was macht er genau, wenn er im Wald unterwegs ist? Mit diesen und anderen Fragen hatte sich eine Gruppe Schülerinnen und Schüler aus dem Jahrgang der Geschwister-Scholl-Gesamtschule auf den Weg gemacht, um sich vor Ort über das Berufsfeld eines Försters zu erkundigen. Andreas Roefs, verantwortlich für Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit bei Wald und Holz NRW im Regionalforstamt Ostwestfalen Lippe, gab auf unterhaltsame Art umfassende Antworten und klärte auf über Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten von Forstbeamten in unseren Wäldern.

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Am Rande des Lagenser Stadtwaldes traf sich die Gruppe mit Andreas Roefs, dem Forstbeamten, der einführte in die Aufgaben eines Försters.

Förster, die bei Wald und Holz NRW arbeiten, sind z.B. zuständig für die Beratung und Betreuung von Waldbesitzern. Dabei wird großer Wert auf das Nachhaltigkeitsprinzip gelegt. Und das heißt: möglichst nur so viel Holz schlagen wie auch wieder nachwächst. Den Aspekt Nachhaltigkeit betonte Andreas Roefs immer wieder, auch die Notwendigkeit der Pflege und den sorgsamen Umgang mit unseren Wäldern, damit sie auch in Zukunft unseren Kindern und Enkeln erhalten bleiben. Gefällt werden müssen Bäume in unseren Wäldern aber trotzdem, denn wenn sie größer werden, verdrängen sie sich gegenseitig, werden instabil und nehmen sich das zum Wachsen notwendige Licht. Also kennzeichnen Förster in Waldstücken die Bäume, die schwach oder nicht gerade gewachsen sind, damit Waldarbeiter die richtigen Bäume fällen und aus dem Wald holen.

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Hier steht die Gruppe wie eine zu eng gepflanzte Gruppe von Bäumen zusammen und Andreas Roefs erklärt, nach welchen Kriterien entschieden wird, welcher Baum gefällt werden muss.

Wie diese Arbeit konkret vor sich geht, probierten die Schülerinnen und Schüler selbst aus. Sie erhielten rote und weiße Papierbänder, mit denen sie die Bäume kennzeichnen sollten. Sie mussten also selbst beurteilen, welcher Baum ein „Bedränger“ war, also ein rotes Band erhalten und herausgeschnitten werden sollte, welche Bäume als „positiv“ gelten, ein weißes Band erhalten und welche Bäume neutral sind, d.h. weiter wachsen dürfen.

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Florian und Nick haben sich für einen Baum entschieden, der herausgenommen werden sollte.

Die nächste Frage war: Wie errechnet man die Holzmenge, die geerntet werden kann? Wie findet man heraus, wie viele Kubikmeter Holz ein Baum bringt – eine wichtige Frage, die Waldbesitzer beantwortet haben müssen, wenn es um das Ernten von Holz geht. Dazu dient eine sogenannte Kluppe, mit der der Durchmesser eines Baumes auf 1,60 Meter Höhe gemessen wird. Die ungefähre Höhe und ermittelte Dicke des Baumes werden dann mit einer Schätzformel verrechnet und die ergibt dann die Festmeterzahl, die ein Baum liefert.

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Sandra misst den Durchmesser dieses Stammes mit Hilfe der Kluppe.
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Die Daten aller Bäume werden in einer Tabelle aufgeschrieben und ausgewertet, damit ein Waldbesitzer errechnen kann, wie viel Kubikmeter die zum Fällen vorgeschlagenen Bäume ergeben und was er beim Verkauf des Holzes verdienen kann.

Neben diesen ganz praktischen Arbeiten erhielten die Schülerinnen und Schüler aber noch eine Menge von anderen wichtigen Informationen. Woran erkenne ich eine Fichte im Unterschied zu einer Douglasie? Antwort: Die Fichte hat spitze Nadeln und duftet nach Harz, der Stamm der Douglasie ist grün und sie verbreitet einen Zitrusduft. Warum darf man auf gar keinen Fall Glasflaschen im Wald liegen lassen? Antwort: Bei Sonnenschein wirken sie wie Brenngläser und können Waldbrände auslösen. Warum findet man am Waldrand Gewächse, die nicht dorthin gehören? Antwort: Weil die Menschen ihre Gartenabfälle dort abladen und sich so Blumen und Sträucher ausbreiten, die nichts mit dem Wald zu tun haben. Zu dieser sogenannten Florenverfälschung gehören aber auch der Bärenklau, der japanische Knöterich oder das indische Springkraut, alles Pflanzen, die nicht bei uns heimisch sind, sich aber so schnell und weit verbreiten, dass ursprüngliche Pflanzen verdrängt werden.

Nach alle diesen Informationen draußen im Wald ging es dann in das Verwaltungsgebäude in Lage. Dort erlebten sie den Kontrast zur frischen Luft im Wald, denn in Amtsstuben wird ganz normale Büroarbeit geleistet. Hier werden z.B. die Daten, die der Förster draußen im Wald ermittelt und in sein Tough Pad, einem Outdoor-PC, eingegeben hat, übertragen. In der Verwaltung sind zusätzlich viele Sachbearbeiterinnen tätig, die bei den Verwaltungsaufgaben helfen.

Da diese Exkursion eine weitere Aktivität im Rahmen des Erasmus+-Projektes zum Thema Wald mit dem Schwerpunkt Berufsfelder war, gab Roefs noch einen Überblick über die Berufe, die in der Forstverwaltung ausgeübt werden und welche Ausbildungen dafür Voraussetzung sind. Diese reichen vom Forstamtsleiter über den Büroleiter zum Förster, dem Forstwirt oder Forstwirtin bis zu den Fachkräften für Bürokommunikation. Also ein breites Spektrum von unterschiedlichen Arbeitsbereichen.

Die Schülerinnen und Schüler waren beeindruckt von der Vielfalt der zu erledigenden Aufgaben und das Wissen, über das ein Förster verfügt. Dieser Vormittag draußen im Wald, bei dem alle Sinne angesprochen wurden, war ein Outdoor-Unterricht, wie er besser nicht hätte sein können. Naja, das Wetter hätte etwas schöner sein können…

Text und Bilder: Maria Hüllmann-Passeick

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Und so baut man Holzlokomotiven

Der WP-NW Kurs des Jahrgangs 6 besucht im Rahmen des Erasmus+-Projektes die Holzfachschule an der Klingenbergstraße

Für die Schülerinnen und Schüler des WP-NW Kurses von Rüdiger Müller war es etwas wirklich Besonderes: Sie besuchten eine andere Schule, aber nicht einfach eine Schule, sondern eine Holzfachschule, an der man sich zum Tischler oder Baudenkmalpfleger ausbilden lassen kann.

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Katja Winkler, Lehrerin an der Holzfachschule, begrüßte den Kurs und gab eine kurze Führung durch die verschiedenen Unterrichtsräume, um die Gruppe dann in den Werkraum zu Herrn Heine zu führen, der mit ihnen praktisch arbeiten wollte.

Hier lernten sie interessante Dinge über Holzarten, die sie selbst anfassen konnten, um die unterschiedliche Struktur zu erspüren. Laubbäume wie Buche, Ahorn, Eiche usw., erzählte Herr Heine, sind kurzfaserige Holzarten und werden vorwiegend zum Bau von Möbeln verwendet. Beispiele hatten sich alle zuvor bei der Führung ansehen können, denn die Auszubildenden fertigen Stühle, Tische und andere Möbelstücke an. Nadelholz wie Fichte hingegen ist langfaserig und wird für Hausbaukonstruktionen eingesetzt.

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Doch dann ging es an die Arbeit. Alle konnten sich vorgefertigte Holzrollen aus einem Karton nehmen. Das waren die Räder für die Holzloks, die jeder bauen sollte und die mussten glatt geschmirgelt werden. Das heißt „die Kanten abbrechen“, damit keine möglichen Splitter an den Rändern überstehen.

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Im nächsten Schritt mussten kleine Löcher in die Holzrollen gebohrt werden und das war gar nicht so einfach, wie mehrere Schüler feststellten. Man muss nämlich ganz langsam den Hebel bedienen, sonst wird das Holz von dem Bohrer festgedreht und aus der Fassung geworfen. Man kann sich dabei ernsthaft verletzen. Wie man auf dem Foto sieht, wird das Holzstück mit den Fingern festgehalten. Einige Male musste Herr Heine die Finger ganz schnell wegziehen, weil der Hebel zu schnell heruntergedrückt wurde und seine Finger nicht mehr das Holzstück, sondern den Bohren anfassten.

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Als Achsen für die Räder wurden dann lange Buchenstäbe in passende Längen gesägt. Wieder etwas, was sich einfach anhört, es aber gar nicht ist. Denn auch für das richtige Halten und Ziehen der Säge – obwohl sie am Tisch festgeschraubt ist – muss man ein feines Gespür entwickeln.

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Die Achsen mussten nun in die Räder gesteckt werden. Doch zuvor kam ein Tropfen Holzleim in das Loch, damit sie auch zusammenstecken bleiben.

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Herr Heine hatte mit seinen Schülern schon Lokomotiven vorgefertigt, denn sonst hätte die Zeit nicht ausgereicht, um jedem eine Lok mitgeben zu können. Es ging jetzt also noch um das Zusammenstecken und Verbinden der Räder mit der Lok.

Ganz stolz präsentierten die ersten ihre Holzlokomotiven.

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Einige hatten sofort die Idee, ihre Loks zu einem langen Zug zusammenzustecken und auszuprobieren, ob er auch gut läuft bzw. sich gut über den Boden ziehen lässt. Ja, es funktionierte prima!

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Sie konnten sich gar nicht mehr trennen von ihren Zügen und kamen auf immer neue Ideen, mit ihnen zu spielen.

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Für den WP-NW Kurs war der Ausflug eine interessante Ergänzung zu ihrem Unterricht. Sie hatten sich zuvor unter dem Oberthema Müll mit Papier auseinandergesetzt und gelernt, wie Papier, das ja aus Holz hergestellt wird, wiederverwertet werden kann. Altpapier haben sie in Wasser eingeweicht, zu einem Brei verarbeitet, auf Schöpfrahmen gelegt und Seiten hergestellt. Das Arbeiten mit Holz bietet eine Fortsetzung des Unterrichtsvorhabens.

Text und Bilder: Maria Hüllmann-Passeick

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Erasmus+ macht’s möglich: Besuch bei der Firma Delignit in Blomberg

Eine gute Note in „Sport“ hilft bei der Bewerbung

Das hatten die 18 Schülerinnen und Schüler des Berufsvorbereitungs-Kurses von Birgit Wirth nicht erwartet: Ein großer Lagerplatz mit Baumstämmen, die von einem Kran in Dämpfgruben gelassen werden, damit das Holz feucht wird, um leichter verarbeitet werden zu können. Später wird es wieder in großen Maschinen getrocknet und bearbeitet. Sie konnten große Hallen mit riesigen Maschinen bestaunen, die Baumstämme in Sekundenschnelle zu Spanplatten schälen, Furnierholz herstellen und Bretter in unterschiedlichen Größen und Dicken zusammenkleben und pressen – viele Arbeitsschritte und Maschinengänge sind notwendig, um Holzplatten herzustellen, die durch bestimmte Verfahren besonders widerstandsfähig werden. Aussparungen, die in diese Platten gesägt werden und dann zum Beispiel als Laderaumböden für Lieferwagen oder Bodenplatten für PKW dienen. Fertige Stapel füllen Teile der Hallen, um überall in die Welt exportiert zu werden: nach Japan, China, Amerika, aber auch ins europäische Ausland. Dass diese Produkte überwiegend aus Buchenholz hergestellt werden und von der Automobil-, Luftfahrt- und Schienenverkehrsindustrie eingesetzt werden, hat alle überrascht. Wer denkt schon, dass für den Innenraum eines Autos, eines Zuges oder Flugzeugs Holz verarbeitet wird? Und eine Besonderheit gab es noch zu bewundern: Delignit ist Deutschlands einziger Hersteller von Barrenholmen für den Sportunterricht.

Bevor es zur Führung in den Betrieb ging, mussten alle Warnwesten und Arbeitsschuhe anziehen.
Bevor es zur Führung in den Betrieb ging, mussten alle Warnwesten und Arbeitsschuhe anziehen.

Die Betriebsführung bei der Blomberger Holzindustrie hat allen einen konkreten Eindruck davon vermittelt, wie Arbeitsplätze von Fachlageristen, Holzbearbeitungsmechanikern, Fachkräften für Lagerlogistik und Maschinen- und Anlagenführern aussehen. Sie konnten erleben, welche Handgriffe von einzelnen Arbeitern gemacht werden, welche Maschinen bedient werden und darüber hinaus noch ganz andere Eindrücke gewinnen. Dazu gehören Gerüche von Holz und Kleber, aber auch der Lärm, der von den Maschinen verursacht wird – ein Grund, warum die Arbeiter einen Hörschutz tragen.

Frau Gottesbüren informierte zusammen mit einer ehemaligen Auszubildenden über Ausbildungsbereiche bei Delignit.
Frau Gottesbüren informierte zusammen mit einer ehemaligen Auszubildenden über Ausbildungsbereiche bei Delignit.

Birgit Wirth, die den Kurs des Jahrgangs 8 leitet, hatte alle sehr gut auf diesen Besuch vorbereitet. So hatten sich alle Kursteilnehmer vorher schon mit diesen Berufen beschäftigt und sich kundig gemacht, welche Kenntnisse, Fähigkeiten und Schulabschlüsse für die vorgestellten Berufe notwendig sind. Im Anschluss an die Führung standen Kurt Hünig und Anja Gottesbüren von der Firma Delignit zur Verfügung, um alle weiteren Fragen zu beantworten. So ließen sich die Schüler erklären, welche Tätigkeiten ein Fachlagerist ausführt, dass der Arbeitstag 7,6 Stunden lang ist und dass Delignit in all diesen Berufen ausbildet. Die Auszubildenden bekommen ein Entgelt, das sich an den Tarifen orientiert. Auf die Antwort nach den Fragen zu den Fähigkeiten, die man besitzen sollte, und welche Schulfächer besonders wichtig seien, um sich auf eine Stelle zu bewerben, schauten alle ganz schön erstaunt. Die Antwort „Sport“ hätte nämlich niemand erwartet. Und doch zeigt die Note in diesem Fach etwas, was man an den Noten in den ebenso wichtigen Fächern wie Mathe und Englisch nicht erkennt: Durchhaltevermögen, Ausdauer, Teamfähigkeit und Fitness. Alles Voraussetzungen, die nicht nur in diesen Berufen von großer Wichtigkeit sind.

Wie man sieht, waren alle bestens vorbereitet, um Fragen zu stellen und sich Notizen zu machen.
Wie man sieht, waren alle bestens vorbereitet, um Fragen zu stellen und sich Notizen zu machen.

Neben dieser Information wurden den Schülerinnen und Schülern noch weitere wichtige Tipps mit auf den Weg gegeben , die sie nun auch für ihre erste Bewerbung berücksichtigen wollen. Dazu gehört eine bestimmte Körperhaltung. Kurt Hünig sagte: „Wäre dies ein Bewerbungsgespräch, dann würde heute, so wie ihr da sitzt, keiner von euch eine Ausbildungsstelle bekommen.“ Mit anderen Worten: Mehr Körperspannung und aufrecht sitzen statt sich entspannt im Stuhl zurückzulehnen. Außerdem riet er allen, Bewerbungsgespräche zu üben. Niemand könne das richtig, ohne es immer wieder ausprobiert zu haben.

Zum Abschluss gab es noch ein Gruppenfoto mit Frau Wirth und Frau Gottesbüren vor dem Eingang der Firma Delignit.
Zum Abschluss gab es noch ein Gruppenfoto mit Frau Wirth und Frau Gottesbüren vor dem Eingang der Firma Delignit.

Ermöglicht wurde dieser sehr aufschlussreiche Tag durch das Erasmus+-Projekt zum Thema Wald, ein Projekt, das mit der finnischen Partnerschule Mertala jetzt im zweiten Jahr durchgeführt wird. Dieses europäische Bildungsprogramm unterstützt die beiden Schulen in ihrem diesjährigen Vorhaben, nämlich der Auseinandersetzung mit dem Schwerpunkt Wald als Wirtschaftsfaktor und Berufsfelder in der Holz be- und verarbeitenden Industrie.

Text und Bilder: Maria Hüllmann-Passeick

 

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Die Waldjugendspiele am Donnerstag, den 14.09.17 im Leistruper Wald –
Schüler der Gesamtschule betreuen Stationen bei den Waldjugendspielen

Eine Gruppe unserer Schule hat am 14.09.17 im Leistruper Wald die Veranstalter der Waldjugendspiele aktiv unterstützt, indem sie an den einzelnen Stationen z.T. eigenständig Grundschulklassen geführt und betreut haben. Durchgeführt wird diese Aktion jedes Jahr vom Regionalforstamt Ostwestfalen-Lippe, dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW und dem Landesverband Lippe. Sie wollen Grundschulkinder mit Wald und nachhaltiger Waldnutzung vertraut machen, ihr Interesse an Natur wecken und Verständnis für das Ökosystem Wald fördern. Nebenbei eignen sie sich noch Wissen über heimische Tier- und Pflanzenarten an.
Dabei unterstützte diese Schülergruppe die Veranstalter: An einer Station musste Holz gestapelt werden, an einer anderen mussten sich die Grundschulkinder mit verbundenen Augen vorantasten, wieder andere versuchten Baumarten und Baumalter zu bestimmen oder mit „Adleraugen“ Tiere, aber auch Müll im Wald zu entdecken.
Der Tag war für alle ein besonderes Ereignis und hat viel Spaß gemacht – und auch Wissen über den Wald aufgefrischt. Schön wäre es gewesen, wenn das Wetter ein bisschen besser mitgespielt hätte, denn zum Schluss standen alle ein wenig im Regen…
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Text und Bilder: Maria Hüllmann-Passeick

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Neuigkeiten: Wir hatten Besuch

Es war insgesamt eine tolle Woche mit den finnischen Schülerinnen, Schülern, Lehrerinnen und Lehrern in der viel erlebt wurde! Beim gemeinsamen Spielen fanden sich die finnischen und deutschen Jugendlichen zusammen, lernten sich von ganz anderen Seiten kennen und erlebten, dass sich auf Englisch als gemeinsame Sprache gut kommunizieren lässt.

Für einen ausführlichen Bericht könnt ihr auf unsere Schulhompeage oder die LZ gehen. Hier sind noch ein paar Bilder der Woche:

Text und Bilder: Maria Hüllmann-Passeick

EU flag-Erasmus+_vect_POS.pngSeit September 2016 nimmt unsere Schule am Erasmus+ „Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union“ mit dem Projekt „Wald“ teil.

Die Schülerzeitung wird regelmäßig über den Verlauf und die Aktionen dieses Projekts an dieser Stelle berichten.

Euer Schülerzeitungsteam

 

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Nähere Informationen auf Deutsch bzw. auf Englisch erhalten Sie auf der Website der Europäischen Kommission.

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The European Commission support for the production of this publication does not constitute an endorsement of the contents which reflects the views only of the authors, and the Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information contained therein.

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